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Zugunglück in LehrteZugunglück - Lehrte, Evener Str. 

Am 24.1.1992 stießen auf freier Strecke, im östlichen Bereiches des Bahnhofes Lehrte, zwei Nahverkehrszüge frontal aufeinander. Bei diesen Zugunglück kamen vier Menschen ums Leben. 45 Reisende wurden zum Teil schwer verletzt.  

Der Unfallhergang 

Ein nach Hildesheim fahrender Nahverkehrszug überfährt gegen ca. 9.07 Uhr, mit dem Steuerwagen voraus, ein Haltesignal und stößt frontal mit einem entgegen kommenden Nahverkehrszug zusammen, der sich in diesem Moment auf dem gleichen Gleis zum Zweck der Überleitung in ein anderes Gleis befand. Durch den Aufprall schob sich die E-Lok auf den Steuerwagen und zerstörte die Aufbauten auf eine Länge von 16 m. Durch die Wucht des Aufpralles stauchten sich die weiteren Personenwagen ebenfalls zusammen und sprangen teilweise aus den Schienen. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte bei Windstille dichter Nebel mit einer Sichtweite von 50 m. Die Außentemperatur betrug –4 Grad. 

Einsatzablauf 

Um 9.10 Uhr erreichte die FEL eine erste Meldung, dass es zu einem Zugunglück in Höhe Braunschweiger Straße gekommen sei. Daraufhin wurden vorsorglich erste Rettungmittel des Nahbereiches alarmiert. Gegen 9.16 Uhr erhielt die FEL vom Bahnhof Lehrte den Anruf, dass es zu einem Zugunglück mit mehreren Verletzten und eingeklemmten Personen im Bereich der Evener Str., Höhe Peugeot-Gelände, gekommen ist. Aufgrund dieser Lage wurde  umfangreiche Alarmierungen von Rettungsdienst- und Feuerwehrkräften veranlasst. 

Die Alarmierung der OFW Lehrte erfolgte mit allen Schleifen um 9.17 Uhr. Als erste Kräfte rückten der ELW 1, das TLF 16/25, der RW 2 und der GW zur Einsatzstelle ab. Aufgrund der Wetterlage konnte die Einsatzstelle allerdings nicht gesichtet werden. In dem Unfallbereich befinden sich diverse Streckenführungen mit unterschiedlichen Zufahrtmöglichkeiten. Durch Zufall wurde ein RTW von den Einsatzkräften gesichtet, der über die Schranke der Braunschweiger Straße die Einsatzstelle anfuhr  (Mitte der Schranke gab es die Möglichkeit, in einen Feldweg abzubiegen, der dann parallel zur Gleisstrecke verlief). Die Einsatzkräfte folgten dieser Anfahrt und trafen dann an der Einsatzstelle ein. Mehrere RTW`s mit einem Notarzt waren vor Ort. Aufgrund der Wetterlage war der Einsatzvon Rettungshubschrauber nicht möglich. 

Die erste Erkundung ergab, dass durch den massiven Aufprall der E-Lok der Steuerwagen sich auf eine Länge von ca. 16 m völlig zusammengeschoben war. Im direkten Aufprallbereich waren die Aufbauten völlig zerstört. Sämtliche Sitzreihen waren bis zur nächsten Schiebetür im Innenbereich zusammengedrückt worden. Aufbauten hatten sich teilweise nach oben hin „aufgerollt“. Zwischen der letzten intakten Schiebetür im Fahrzeug und der Vorderfront der E-Lok gab es nur einen Abstand von ca. 2 m. In diesem Trümmerfeld wurden fünf Personen gesichtet, die von Kräften des Rettungsdienstes versorgt wurden. Eine Person war bereits verstorben. Eine weitere Person schwer eingeklemmt.

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Nach Absprache mit dem Einsatzleiter wurden die ersten Einsatzkräfte zur Befreiung der Personen in diesem Teil des Zuges eingesetzt. Dazu mussten, beginnend von der Schiebetür, sämtliche Teile mittels hydraulischen Rettungsgeräten Stück für Stück entfernt werden, um zu den sichtbaren Verletzten zu gelangen. Hier wurden nacheinander 2 Tote und 3 Schwerverletze gerettet bzw. geborgen. Unklar war weiterhin, wieviele Personen sich noch in dem Trümmerfeld befanden. Nach weiteren Erkundungen konnte der Lokführer in seinem zerstörten Führerstand entdeckt werden. Eine Befreiung war zunächst wegen der totalen Deformierung des Fahrzeuges nicht möglich. Gleiches galt für einen weiteren Zugbegleiter, der in dem Trümmerbereich eingeklemmt war und erst später gesichtet und geborgen werden konnte. Die Befreiung der tödlich verletzten Personen war erst nach umfangreichen technischen Arbeiten möglich. Erst gegen 15.36 Uhr konnte die letzte Person geborgen werden.

Alle anderen Fahrgäste waren zwischenzeitlich von nachrückenden Einsatzkräften gerettet, betreut und, soweit notwendig, medizinisch versorgt worden.

Der Einsatz war erst gegen 19.00 Uhr beendet.

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Bei dem Zugunglück waren u. a. folgende Einsatzkräfte beteiligt:

Feuerwehren:

OFW Lehrte, OFW Ahlten, OFW Immensen, OFW Hämelerwald, OFW Aligse, WF Miele, 17 Fahrzeuge mit 99 Einsatzkräften

OFW Burgdorf, 5 Fahrzeuge mit 25 Einsatzkräften

OFW Sehnde, 5 Fahrzeuge mit 25 Einsatzkräften

BF Hannover, 3 Fahrzeuge ( u. a.1 FwK 25) mit 6 Einsatzkräften

THW

OV Lehrte mit Bergungszug und FM-Dienst, 11 Fahrzeuge mit 40 Helfern

OV Langenhagen mit Beleuchtungseinheit, 4 Fahrzeuge mit 10 Helfern

Rettungsdienst:

Insgesamt 40 Fahrzeuge mit 72 Helfern und 8 Notärzten

Weitere Kräfte u.a Hilfszug der Deutchen Bahn, diverse Polizeikräfte, unterschiedliche Funktionskräfte der Bundesbahn und eine Privatfirma mit zwei Schwerlastkränen. 

Auch der damalige Nds. Innenminister Glokowski hatte sich persönlich ein Bild über die Rettungsarbeiten gemacht. 

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