Aufgaben

Gemäß § 1 des Nds. Brandschutzgesetzes obliegt der Stadt Lehrte die Abwehr von Gefahren durch Brände (abwehrender Brandschutz) und die Hilfeleistung bei Unglücksfällen sowie bei Notständen (Hilfeleistung). Diese Aufgabenstellung hat bei der Ortsfeuerwehr Lehrte gerade seit Beginn der achtziger Jahre eine enorme Wandlung erfahren. War bis zu diesem Zeitpunkt noch als Hauptaufgabe die Brandbekämpfung zu verzeichnen, rückte der Bereich der technischen Hilfeleistung, und hier insbesondere die Technische Unfallrettung, immer mehr in den Mittelpunkt.

 

Aufgabenbereich Brandbekämpfung

16 1Der Schwerpunkt im Bereich der Brandbekämpfung liegt zur Zeit bei der Bekämpfung von Fahrzeugbränden, bei Bränden in Wohnhäusern, Gartenlauben und Alarmierungen durch betriebliche Brandmeldanlagen. Gerade der zuletzt genannte Bereich hat durch Neuansiedlung in den 

Brände in Wohnhäusern stellen die Ortsfeuerwehr immer wieder vor großen Problemen. In der Regel sind hier eine größere Zahl von Bewohnern direkt betroffen. Hier geht es insbesondere darum, die betroffenen Bewohner außerhalb des Gefahrenbereiches zu bringen und gleichzeitig die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Eine manchmal nicht einfache Aufgabe der Rettungskräfte.diversen Gewerbegebieten zu einer Erhöhung von Alarmierungen geführt. Es wird in Zukunft eine Zunahme von aufgeschalteten Brandmeldeanlagen erwartet, die wiederum eine Erhöhung der Alarmierungen zur Folge haben werden. 

Darüber hinaus sind Einsätze zu verzeichnen, die das "tägliche" Geschäft einer Feuerwehr ausmachen. Dazu zählen u. a. Containerbrände, Flächenbrände und ähnliches.

 

Aufgabenbereich Hilfeleistung

Der Aufgabenbereich der "Technischen Unfallrettung" lässt sich in zwei wesentliche Bereiche unterteilen, und zwar einmal in die "technische" Unfallrettung und in die Abwehr von Umweltgefahren.

Bei der "technischen Unfallrettung" steht zweifelsfrei die Befreiung von Personen aus Zwangslagen nach Verkehrsunfällen im Vordergrund. Durch die Öffnung der Grenzen hat sich die BAB A2 zu einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen entwickelt. Die Autobahn ist im Einsatzbereich der Stadt Lehrte dreispurig ausgebaut. Fast täglich sind Unfälle, insbesondere unter Beteiligung von Lkws, in diesem Streckenabschnitt zu verzeichnen. Häufig kommt es dabei zu Personenschäden, teilweise sind Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und müssen durch die Feuerwehr befreit werden. 

 

Aber auch auf den durch Lehrte führenden Bundes-, Land- und Kreisstraßen kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Auch hier sind häufig Personen aus ihren deformierten Fahrzeugen zu befreien.
Eine besondere Art der Personenbefreiung entwickelt sich bei den öffentlichen Aufzugsanlagen. Häufig bleiben Aufzüge aus unterschiedlichen Gründen stecken. Die darin befindlichen Personen müssen dann von Einsatzkräften befreit werden. Eine Einsatzaufgabe die dazu geführt hat, dass einige Einsatzkräfte durch den TÜV in einem Seminar "Aufzugsanlagen" besonders geschult wurden.
Zum täglichen Geschäft gehört auch das Öffnen von Türen, um Personen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Bei der Abwehr von Umweltgefahren geht es im wesentlichen um das Auffangen, Umpumpen und Sichern von gefährlichen Gütern. Durch das Verkehrsaufkommen auf der BAB A2 kommt es fast wöchentlich zu schweren LKW-Unfällen. Überwiegend sind ausgelaufene Kraftstoffe aus den verunfallten Fahrzeugen zu sichern. Aber auch Unfälle bei Transport gefährlicher Güter führen dazu, dass die Einsatzkräfte mit chemischen Stoffen umgehen müssen.
Das sich die Bereiche der Hilfeleistung nicht nur auf den Straßenverkehr, sondern auch auf den Schienenverkehr beziehen, verdeutlicht die Tatsache, dass Lehrte durch alle wesentlichen Bahnstrecken durchkreuzt wird. Das gilt sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Hier ist ein enormen Gefahrenrisiko zu verzeichnen.