Lehrte
Jahr 1949
Neuer Leiter der Lehrter Feuerwehr wird Eduard Witt, der erstmalig den Titel "Stadtbrandmeister" trägt. Sein Stellvertreter wird Willi Becker.
Nach verschiedenen Einzelerlassen tritt am 21.3.1949 ein neues Feuerschutzgesetz für das Land Niedersachsen in Kraft. Das Feuerlöschwesen wird von nun an wieder auf Basis einer Freiwillige Feuerwehr in Lehrte gestellt. Ausbildungsanleitungen, wie z. B. von Heimberg-Fuchs, dienen als Grundlage der Ausbildung der Feuerwehren. Auch die "Eimerfestspiele" wurden fortan eine beliebte Ausbildungsart. Die Lehrter Gruppen nahmen daran bis in die sechsziger Jahre mit unterschiedlichen Erfolgen teil.
Jahr 1948
Der bisherige Wehrführer Arnold Becker gibt sein Amt ab. Sein Nachfolger wird Heinrich Bätje, der sein Amt aber bereits 1949 wieder niederlegte, nachdem es Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung wegen der schlechten Alarmierung gab.
Jahr 1945
Zerstörungen und der Zusammenbruch prägten das Land nach dem furchtbaren Krieg. Die Feuerwehrhäuser wurden teilweise geplündert und Feuerlöschgeräte sowie- fahrzeuge gestohlen. So auch in Lehrte.
Vornehmlich dem OBM Arnold Becker ist die Wiederbeschaffung eines gestohlenen Löschfahrzeuges und die Neuorganisation der Wehr zu verdanken. Auch der Kreisbrandmeister Wilhelm Sadlowski sorgte mit einer Ersatzbeschaffung (LF 8 Opel mit TSA) für die Wiederaufrüstung der Lehrter Feuerwehr.
Jahr 1944
Nach einer Auseinandersetzung mit seiner vorgesetzten Behörde wird der bisherige Führer der Feuerwehr Lehrte, August Klauke, seines Amtes enthoben. Anlass war die Kritik über die schlechte Wasserversorgung bei der Brandbekämpfung nach einem Bombenangriff am 12.9.1944 bei der Firma Carl Graf.
Sein Nachfolger wird Arnold Becker.
Jahr 1943
Ein weiteres Löschfahrzeug vom Typ LF 8 mit einem TSA wird in Dienst gestellt.
Jahr 1941
Die Feuerwehr Lehrte erhält ein fabrikneues Löschfahrzeug vom Typ LF 8 (Mercedes Benz) mit TSA in der üblichen dunkelgrünen Lackierung.
Dieses Fahrzeug befindet sich noch im Besitz der OFW Lehrte. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr-HJ übernommen führte Einsatzfahrten bis nach Hannover und Misburg durch.
Jahr 1939
Durch die Einberufungen zum Wehrdienst lichteten sich langsam die Reihen der Brandschützer.
Die personelle Aufstockung erfolgte durch Miglieder der neu gegründeten Feuerwehr-Hitlerjugend. Einer ihrer Gründer war der erste Gerätewart Helmut Schodder.
Jahr 1938
Die Feuerwehren nach dem Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23.11.1938 ihre Selbständigkeit, wurden in eine Hilfspolizeitruppe umgewandelt und unter reichseinheitliche Leitung gestellt.
Planungen für einen Neubau, die bis 1940 konkrete Formen annahmen, wurden verworfen, nachdem 1940 wegen des Krieges ein Neubauverbot in Kraft trat. Mögliche Standorte war ein Grundstück Ecke Marktstraße/Zum Alten Dorf, heute Grundschule 1 sowie ein Grundstück neben dem Haus der Arbeit zwischen der Ring- und Grünstraße.
Jahr 1935
Brandmeister August Klauke wird neuer 1. Kommandeur, nach dem sein Vorgänger, vermutlich aus Altersgründen, sein Amt niedergelegt hatte.