Schwelbrand nach Dacharbeiten in einem Anbau

Einsatznummer: 2025/181
Alarmierung: 19. Juli 2025 um 10:21 Uhr
Art: Brandbekämpfung > b2 – Mittelbrand
Alarmgruppe: Vollalarm (still)
Einsatzort: Lehrte
Fahrzeuge: ELW 1, DLK 23, HLF 20 T, HLF 20 B
Mannschaftsstärke (inkl. Bereitschaft): 38
Zusätzliche Kräfte: Fachgruppe Hygiene, FF Aligse, FF Steinwedel, IuK, Polizei, Pressesprecher, Rettungsdienst


Einsatzbericht:

Am heutigen Tag wurden wir zu einem gemeldeten Schwelbrand auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses alarmiert. Bereits bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle erwartete uns die Polizei und wies uns in die Lage ein. Es handelte sich um einen Brand, der sich unter frisch verlegter Dachpappe auf dem Flachdach eines Anbaus entwickelt hatte.

Bei der ersten Erkundung stellten wir fest, dass ein Dachdecker sowie der Ladenbesitzer bereits vorbildlich gehandelt hatten. Sie befanden sich auf dem Dach und hatten damit begonnen, die verschweißte Dachbahn zu öffnen, um an den verborgenen Brandherd zu gelangen. Eine deutliche Rauchentwicklung war am Dachüberstand sichtbar, was auf ein Feuer im Inneren der Dachkonstruktion hindeutete.

Unsere Hauptaufgabe bestand darin, den Brandherd vollständig freizulegen und abzulöschen. Wir unterstützten den Dachdecker und den Besitzer dabei, die Dachhaut weiter zu öffnen. Um schnell an die Glutnester zu gelangen, mussten wir die Dachpappe sowie die darunterliegenden Holzplatten gewaltsam entfernen. Hierbei kamen unser Halligantool und ein Trennschleifer zum Einsatz.

Durch diese Maßnahmen legten wir einen Holzbalken frei. Dieser war an seinem äußeren Ende auf einer Länge von etwa einem Meter bereits zu circa 30 % verkohlt. Wir trugen die verkohlten Teile des Balkens sorgfältig ab, um sicherzustellen, dass sich im Inneren keine weiteren Glutnester befanden. Offene Flammen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sichtbar. Unsere Wärmebildkamera zeigte jedoch an der direkt angrenzenden Hauswand noch Temperaturen von bis zu 80 °C – eine unsichtbare Gefahr, die ein erneutes Ausbrechen des Feuers hätte verursachen können.

Abschließend kühlten und löschten wir den betroffenen Balken sowie die umliegenden Bereiche gezielt ab, um die Brandgefahr endgültig zu bannen.




Zur Übersicht