Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten

Einsatznummer: 2026/132
Alarmierung: 29. Mai 2026 um 13:09 Uhr
Art: Hilfeleistung > hm1
Alarmgruppe: Vollalarm (still)
Einsatzort: BAB 2, AK-Ost > Lehrte
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 20 T, HLF 20 B
Zusätzliche Kräfte: Polizei, Rettungsdienst, Stellv. Stadtbrandmeister


Einsatzbericht:

Zur Mittagszeit wurden wir zu einem automatischen Notruf ohne Sprechverbindung auf die Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Kreuz-Ost und Lehrte alarmiert.

Bereits vor unserem Eintreffen hatten zwei Stauhelfer der Johanniter die Lage erkundet und mit der Erstversorgung der beteiligten Personen begonnen. Die Polizei hatte die Einsatzstelle zudem bereits auf zwei Fahrstreifen abgesichert.

An der Einsatzstelle zeigte sich ein Auffahrunfall mit insgesamt neun beteiligten Fahrzeugen und 15 betroffenen Personen. Vier Personen wurden leicht verletzt, vier weitere erlitten mittelschwere Verletzungen. Eine Person war schwer verletzt und nicht ansprechbar. Aufgrund der hohen Anzahl verletzter Personen wurden zahlreiche weitere Rettungswagen nachalarmiert. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von rund 500 Metern.

Durch Ersthelfer sowie die zwei Stauhelfer wurden die Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt. Anschließend erfolgte die weitere medizinische Betreuung sowie der Transport in umliegende Krankenhäuser.

Wir kontrollierten sämtliche beteiligten Fahrzeuge, streuten auslaufende Betriebsstoffe ab und klemmten die Fahrzeugbatterien ab, um eine mögliche Brandgefahr zu minimieren.

Während der laufenden Einsatzmaßnahmen kam es auf der Gegenfahrbahn auf gleicher Höhe zu einem weiteren Auffahrunfall. Dabei fuhr ein PKW nahezu ungebremst auf zwei weitere Fahrzeuge auf. Daraufhin wurde das HLF 20 B aus dem laufenden Einsatz herausgelöst und zur Erkundung der zweiten Einsatzstelle disponiert. Die Fahrerin des verursachenden Fahrzeugs hatte ihr Fahrzeug bereits verlassen und wurde im weiteren Verlauf durch den Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Bis zum Eintreffen der Polizei sicherten wir die zweite Einsatzstelle ab, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und klemmten auch dort die Batterien der beteiligten Fahrzeuge ab.

Während beider Einsätze kam es teilweise zu erheblichen Behinderungen bei der Anfahrt der Einsatzkräfte, da die Rettungsgasse nicht durchgehend ordnungsgemäß gebildet wurde. Gerade auf Autobahnen kann eine funktionierende Rettungsgasse entscheidend sein, um schnelle Hilfe zu gewährleisten und wertvolle Zeit zu sparen. Wir appellieren daher erneut an alle Verkehrsteilnehmer, bereits bei stockendem Verkehr unverzüglich eine Rettungsgasse zu bilden und dauerhaft freizuhalten.




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