Sattelauflieger mit E-Rollern brennt in Lagerhalle

Einsatznummer: 2022/128
Alarmierung: 17. Mai 2022 um 19:48 Uhr
Art: Brandbekämpfung > B3 – Großbrand
Einsatzort: Lehrte
Fahrzeuge: ELW 1, MTW, DLAK 23/12, LF 10, HLF 20 T, HLF 20 B, GW-N, TLF 16/25
Mannschaftsstärke (inkl. Bereitschaft):
Weitere Kräfte: ELO, FF Ahlten, FF Aligse, FF Steinwedel, IuK-Einheit, Polizei, Pressesprecher, Rettungsdienst, Stadtbrandmeister


Einsatzbericht:

Das zum Einsatz 127 an der Auffahrt Lehrte in Bereitstellung gebrachte LF 10 entdeckte kurz nach dem es einrücken wollte eine Rauchwolke aus dem Gewerbegebiet in Lehrtes Norden. Nach einer kurzen Meldung an die Leitstelle fuhren sie die Einsatzstelle direkt an.

Beim Eintreffen qualmte es aus dem vorderen Bereich einer ca. 90mx30m großen Halle die von einem Abschleppunternehmen genutzt wird. Die genaue Erkundung gestaltete sich zunächst schwierig, da das weitläufige Gelände von einer ca. 2,5m hohen Mauer umgeben ist und alle Zugänge verschlossen waren.

Die sich noch im Einsatz auf der Autobahn befindlichen Kräfte rückten kurze Zeit später an, gerade als ein Zugang zum Gelände gefunden wurde. Mittlerweile stieg sowohl aus dem vorderen als auch im hinteren Bereich der Halle tiefschwarzer Qualm auf, daher wurde die Alarmstufe auf b3 erhöht, was dazu führte das zusätzlich zu unseren Kräften die Ortsfeuerwehr Aligse und Steinwedel, so wie die ELO alarmiert wurden.

Von drei verschiedenen Seiten wurde nun versucht Zugang zur Halle zu schaffen und genau zu erkunden was hier brennt.

Um eine Gefährdung der Anwohner auszuschließen, wurde ein Wohnhaus, welches sich im Rauch befand, evakuiert und die Bewohner beim direkt benachbarten DRK betreut. Die Polizei sperrte die Straßen um die Einsatzstelle. Zusätzlich wurde der Gerätewagen-Mess aus Höver alarmiert, um die Schadstoffbelastung im Rauch zu messen.

Nach dem Zugang zu Halle bestand, gingen mehrere Trupps unter Atemschutz vor, mussten den Innenangriff aber schnell abbrechen, da ein Einsturz der Halle auf Grund der massiven Hitzeentwicklung nicht ausgeschlossen werden konnte.

Es wurde ein Wasserwerfer und 3 C-Rohre in Stellung gebracht, da man durch den dichten Qualm ein größeres Feuer in der Halle lokalisieren konnte.

Um weitere Atemschutzgeräteträger in Reserve zu haben, wurde nun die Ortsfeuerwehr Ahlten dazu alarmiert. Nach dem Eintreffen eines Mitarbeiters des Betriebes konnte die Lage genauer beschrieben werden, in der Halle brannte ein mit E-Rollern beladener Sattelauflieger und mehrere darum geparkte Autos.

Da ein direkter Innenangriff zum Löschen des Feuers notwendig war, der Innenangriff durch die Einsturzgefahr aber nicht möglich schien, wurde das LUF der Berufsfeuerwehr Hannover nachgefordert. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Lösch-Unterstützungs-Fahrzeug, also einen Löschrobotter mit einem großen Lüfter. Dieses kann mit 5bar ca. 5000l Wasser pro Minute in einen sehr feinen Löschnebel verwandeln und diese direkt im Einsturzgefährdeten Bereich abgeben.

An dieser Stelle wurde die Einsatzleitung vom Stellv. Stadtbrandmeister übernommen und unser Zugführer übernahm den Einsatzabschnitt Brandbekämpfung.

Die Halle wurde im weiteren Verlauf durch das LUF belüftet und so der Qualm aus dem Gebäude geblasen. Gegen 1 Uhr war das Feuer weitestgehend gelöscht und die Hallenkonstruktion konnte neu bewertet werden.

Diese wurde als noch tragfähig eingestuft, so dass wir die Halle für wichtige arbeiten betreten konnten.

Da auf dem Sattelauflieger E-Roller brannten, flammte das Feuer an einzelnen Stellen durch Reaktionen der Akkus immer wieder auf. Da der Auflieger durch das Feuer soweit beschädigt war, dass bei einem Bewegen zu befürchten war, dass dieser in mehrere Teile zerbricht und die Ladung zu einem großen Brocken zusammen geschmolzen war, wurde entschieden durch verschiedene Ortsfeuerwehr eine Brandwache zu stellen und die immer wieder aufflammenden kleinen Feuer mittels des Wasserwerfers von außerhalb der Halle zu löschen.

Wir wurden gegen 1:30 Uhr vorerst aus dem Einsatz entlassen.




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